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Enuresis – Einnässen

Eine Eltern-Information des Zentrums für Kindesentwicklung.

.Was ist eine Enuresis?

Eigentlich benötigen Kinder ab etwa ihrem dritten Lebensjahr keine Windeln mehr. Es kommt aber vor, dass Kinder noch nicht „trocken“ sind, obwohl sie es sein könnten, weil ihre körperlichen Funktionen normal sind. Und es gibt auch Kinder, die bereits „trocken“ waren und plötzlich wieder einnässen.

Man unterscheidet:

  • Nächtliches Einnässen – das Einnässen tritt nur nachts auf, es ist oft bedingt durch einen sehr tiefen  Schlaf.
  • Einnässen tagesüber – das Kind ist älter als fünf Jahre und näßt tagesüber ein.
  • Primäre Enuresis –  das Kind ist älter als fünf Jahre und hatte bisher noch keine „trockene“ Phase.
  • Sekundäre Enuresis –  das Kind war bereits eine Weile „trocken“ und näßt plötzlich wieder ein.

Was sind die Ursachen?

Etwa 25 Prozent aller Vierjährigen und 10 Prozent der fünfjährigen Kinder leiden an Enuresis. Nicht selten hat diese Enuresis körperliche Ursachen. Besonders bei einer sekundären Enuresis können aber psychische Probleme im Vordergrund stehen..

Wie können wir im Zentrum für Kindesentwicklung helfen?

Unabhängig davon, ob die Enuresis körperliche oder seelische Ursachen hat, löst sie starke Schamgefühle aus. Die betroffenen Kinder vermeiden daher Klassenfahrten oder Übernachtungen außerhalb ihres Elternhauses.

Unsere Ärzte*innen und Therapeuten*innen ergänzen die organische Untersuchung des überweisenden Arztes durch behutsame gründliche Gespräche mit den Kindern, zu ihrer Alltagssituation und ihrem Umfeld. Auch Tests zur Persönlichkeit und zur Leistung sowie  Verhaltensbeobachtungen gehören zur Untersuchung.

Die Therapie konzentriert sich auf einen entspannten Umgang mit der Enuresis in Elternhaus und dem Umfeld des Kindes. Unsere Physiotherapeuten*innen schulen die motorischen Funktionen, die seelischen Hintergründe werden psychologisch betreut.

 ENURESIS, C. Flehmig, KvF,  2018

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Unser Text zum Download – bitte clicken –>

Enuresis

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