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ADS – ADHS 

Eine Eltern-Information des Zentrums für Kindesentwicklung

Was ist eine Aufmerksamkeits – Defizit-Störung?

ADS“ oder „ADHS sind die Abkürzungen für die Bezeichnung und Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Kinder mit ADS oder ADHS verhalten sich oft impulsiv, sind unaufmerksam oder ständig in Bewegung (hyperaktiver Typ) oder verträumt (hypoaktiver Typ).

Typische Merkmale sind starke Ablenkbarkeit und Sprunghaftigkeit, auch beim Spielen,  Schwierigkeiten in der Schule, Clownerien und Albernheiten, sich oft ungerecht behandelt fühlen und auch plötzliche Wutausbrüche. Manche der Kinder haben motorische Schwächen und/oder leiden an Teilleistungsstörungen.

Neben diesen für alle Beteiligten schwierigen Merkmalen gibt es häufig aber auch sehr positive: Die Kinder sind charmant, zeigen Ideenreichtum, Fürsorglichkeit und Begeisterungsfähigkeit.

Vor allem im schulischen Bereich wirken sich nur leider die negativen Merkmale stark aus. Es kann dazu kommen, daß die betroffenen Kinder als Spielgefährten weniger gerne von Gleichaltrigen  gewählt werden, weil sie oft unberechenbar oder übergriffig erscheinen.

Wo liegen die Ursachen?

Man geht von erblichen Ursachen aus. Häufig berichten die Eltern nämlich von ihrem ähnlichen Verhalten in der eigenen Kindheit. Die Ursache von ADS/ADHS liegt vermutlich in einer Störung der Verarbeitung von Reizen im Frontalhirn. Das Frontalhirn ist zu einem großen Teil für das Lernen, die Gefühle und die Bewegung verantwortlich.

Hinzu kommen als mögliche weitere Ursache auch Wahrnehmungsstörungen, z.B. bei der Verarbeitung auditiver Signale – also von Tönen und Geräuschen – im Gehirn. Immer häufiger werden auch psychische und soziale Faktoren als bedeutsame Ursache diskutiert. Hierzu gehören zählen die Auswirkungen von sehr häufiger TV- und PC-Nutzung, eine Schulsituation mit geringen Handlungsanteilen und beengte Wohnverhältnisse der Familie, mit wenig Platz zum Spielen und konzentrierten Lernen.

Von der Diagnose ADS sind mehr Jungen, als Mädchen betroffen. Mädchen neigen, wenn sie betroffen sind, eher zu dem „verträumten“ Typ.

Wie können wir im Zentrum für Kindesentwicklung helfen?

Es kann und sollte im Rahmen einer ausführlichen und gründlichen Untersuchung festgestellt werden, ob ein Kind wirklich unter einer Aufmerksamkeits-Defizit-Störung leidet. Da das Thema ADS in der Gesellschaft viel und intensiv diskutiert wird, besteht auch das Risiko einer vorschnellen Fehldiagnose.

Zu einer korrekten Diagnose – Stellung gehören einige ärztliche Untersuchungen, vor allem körperliche und motorische Untersuchungen, ein EEG, psychologische Untersuchungen mit Entwicklungstests, Verhaltensbeobachtungen, Teilleistungstests, Fragebögen für Kindertagesstätten und Schulen, eine Klärung der familiären Situation und ggfs. auch Untersuchungen durch unsere Ergo-, Physio- und Sprachtherapeuten*innen und Psychologen*innen.                  

ADS/ADHS, C. Flehmig, KvF, 2018

                

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ADS/ADHS

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Weitere Informationen finden Sie auch unter:.

https://www.ag-adhs.de/leitlinie